Der Schwarzwald

Aus dem südlichen Schwarzwald stammt nach
bisherigem Wissensstand der erste patentierte
Skilift der Welt. Er wurde im Schwarzwaldort
Schollach, Gemeinde Eisenbach, nördlich von
Titisee-Neustadt, im Winter 1906/1907 in Betrieb
genommen. Eine Wassermühle trieb ihn an. Der
Lift war 280m lang und überwand einen Höhen-
unterschied von 32m. Zentren des Wintersports
im mittleren Schwarzwald sind heute Schönwald
und Schonach. Skiwandern mit Gepäckbeförderung
kann man im mittleren Schwarzwald "auf dem Weg
der Uhrenträger", einer traditionellen durch Täler und
über Höhen, auf der in früheren Jahrhunderten die
Schwarzwälder Uhrmacher ihre Waren im Rucksack transportierten. Heute fährt der Wirt des Hotels den Rucksack des Skifahrers zum Übernachtungsziel voraus. Auch sind die Loipen der Orte Triberg, Schonach, Schönwald, einschließlich Martinskapelle-Brend zu einem Loipenverbund zusammengeschlossen.
Was in Tirol die Heimatabende das ist im Schwarzwald die schwäbisch-alemannische Fasnet: Während der winterlichen Hauptsaison sind die Narren los. Historische Gestalten mit kunstvoll geschnitzten Masken. Sie geben dem Schwarzwaldwinter die besondere Note.
Die höchste Erhebung des Schwarzwaldes ist der 1493m hohe Feldberg im Südschwarzwald. Dort befindet sich auf der Südseite auch die schwierigste Piste: eine Abfahrt am Fahler Loch überwindet rund 400m Höhenunterschied und hat die FIS- und Weltcup-Klassifikation. Insgesamt sind die sechs Hauptabfahrten zum Fahler Loch 15km lang, im einzelnen 1,2 bis 3km. Schon vor über 80 Jahren wurde der Feldberg von den ersten Skipionieren auf recht abenteuerliche Weise erobert. Heute ist er mit einem guten Dutzend Sessel- und Schleppliften wintersportliches Zentrum des Schwarzwaldes geworden. Unmittelbar schließt sich das Todtnauer Skigebiet an. Im Großraum "Todtnauer Ferienland" stehen 21 Lifte zur Verfügung. Todtnau - 1983 und 1987 Austragungsort des Riesenslaloms der Herren - hat seine Eignung für solche Sportveranstaltungen bewiesen. Neben den alpinen Fahler Liften gibt es die alpine Station Todtnauberg und das Muggenbrunner Skizentrum.
Zunächst erschließen die über hundert Lifte des Südschwarzwalds mittlere bis leichte Abfahrten. Kleinere Wintersportzentren sind der Schauinsland, Freiburgs 1284m hoher Hausberg, das Belchengebiet/Wiedener Eck mit acht Liften. Und schließlich Todtmoos-Herrenschwand-Präg mit sechs Liften.
Auch andere Orte verfügen über mehrere, wenn auch oft einzeln liegende Lifte. Dazu gehört auch Titisee-Neustadt. In diesen beiden benachbarten Orten am Nordabhang des Feldbergs werden auf Sprungschanzen nationale und internationale Wettbewerbe ausgetragen; oft sind dort alpine Mannschaften im Trainingslager.
Es gibt kaum einen Winterferienort, der nicht über gespurte Loipen oder gebahnte Skiwanderwege verfügt. Denn im Schwarzwald dominieren Skiwandern und Skilanglauf.
Der Fern-Skiwanderweg von Schonach im mittleren Schwarzwald zum Belchen ist 100km lang. Wesentlich zahmer ist der zweite Fern-Skiwanderweg des südlichen Schwarzwalds - von Hinterzarten nach Schluchsee: 32km lang, mittelschwer und mit 550m Höhenunterschied. Dieser Weg ist bequem an einem Tag zu schaffen. Beliebt ist auch die Notschrei-Loipe mit Übungsspur und Flutlichtanlage, die in zwei Abschnitten insgesamt 42km lang ist.
Apres-Ski ist im Schwarzwald sehr unterschiedlich. In kleineren Orten dominieren - außerhalb der Zeit der alemannischen Fasnet - die gemütlichen Wein- und Speiselokale. Doch in einigen Zentren, etwa Todtnauberg, Hinterzarten oder Titisee-Neustadt findet man auch recht flotte Hotelbars und Skibälle. Eines ist typisch für die touristische Situation im Schwarzwald: es gibt viele Hotels mit hohem Standard, darunter über hundert Hotels mit eigenen Hallenbädern.
(Quelle DSV)
Fazit: Wenn man also mal Lust auf ein Snowboard- Trip hat, aber nicht unbedingt bis nach Bayern fahren will, bieten sich die Gebiete rum um dem Feldberg an. Man hat viel mehr Möglichkeiten als im Sauerland, und es ist eine echte Alternative zu Bayern. Man kann das Gebiet in rund 3 Stunden erreichen, und so ist es ideal für Wochenendreisen. Wir habe bei einer alten Bäuerin gewohnt, wo wir ein deftiges Frühstück hatten, und der ganze Spass nur 12 Euro pro Übernachtung gekostet hat. Alles in allem hatten wir ein saugeiles Wochenende gehabt. Ich kann das jedem nur empfehlen....